Mundschutz Pflicht bei Kindern – psychologische Auswirkungen

Saskia John Innere Dynamiken, Inneres Kind heilen

Mundschutz – Pflicht bei Kindern? Diese Frage bewegt mich seit der Einführung der Maskenpflicht. Der Appell eines Intensivmediziners vor einigen Tagen auf Youtube hat mich sehr berührt und inspiriert, ein Video darüber zu machen, welche psychologischen Wirkungen der Mundschutz bei kleinen Kindern haben kann.

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Was geschieht in der Psyche eines gesunden Kindes, wenn es einen Mundschutz z. B. mit der Aussagen erhält: „Du musst eine Maske tragen, damit du dich nicht ansteckst. Und damit du andere nicht ansteckst. Das ist jetzt eine Weile Gesetz, das machen alle so.“

  1. Die Aussage und der umgebundene Mundschutz unterstellen dem Kind, potenziell krank zu sein und anderen schaden zu können, wenn es in die Schule oder einkaufen geht oder Bus fährt. Oder einfach nur, wenn es andere Erwachsene oder seine Freunde trifft. Das Kind glaubt: „Ich bin eine Gefahr für die Gesundheit und das Leben anderer.“ Welche Gefühle werden solche Aussagen im Kind auslösen? Freude? Wut? Trauer? Scham? Angst? Todesangst? Fühle einfach mal selbst kurz in dir nach.
  2. Die Aussage und der umgebundene Mundschutz unterstellen anderen Erwachsenen und Kindern, potenziell krank zu sein, sodass von denen eine Gefahr ausgeht. Das Kind wähnt sich selbst in Gefahr.
  3. Die Aussage und der umgebundene Mundschutz unterstellen der Außenwelt generell, dass diese eine potenzielle Gefahr für die Gesundheit und das eigene Leben ist. Die Außenwelt wird zur ständigen Gefahr.

Kinder sind sehr herzoffen und wollen niemals jemandem schaden. Sie können solche abstrakten Aussagen mit dem Virus nicht begreifen, sondern nehmen die Aussagen wörtlich und glauben den Erwachsenen, dass es eine Gefahr gibt. Das kann im Kind nur Angst auslösen. Denn ein Schutz, auch ein Mundschutz, ist ja nur notwendig, wenn irgendwo eine Gefahr ist. Wenn ich in Gefahr bin! Und wenn andere in Gefahr sind! Eine reale Gefahr oder eine vermittelte Gefahr: BEIDES löst Angst aus.

Mundschutz Pflicht löst bei Kindern Angst aus.

Welche psychologischen Folgen hat die Maskenpflicht bei Kindern?

  • Die Aussage trifft auf das gesunde und natürliche Empfinden und innere Wissen des Kindes, gesund zu sein – und dass die anderen Kinder und Lehrer gesund sind. Auch ein Kind kann erkennen, wenn jemand wirklich krank ist.
  • Es bekommt eine Gefahr vermittelt, die vom Kind selbst nicht wahrgenommen wird. Was passiert dann? Die eigene wahrgenommene Realität „Ich bin gesund“ stimmt mit der von den Erwachsenen vermittelten Realität „Gefahr“ nicht überein. Es sieht und fühlt überall nur gesunde Erwachsene und gesunde Kinder. Die meisten Kinder sind nicht an Orten, wo sich Schwerkranke befinden. Diese sind zu Hause, in Quarantäne oder im Krankenhaus. Da die vermittelte äußere Gefahr mit der wahrgenommenen Realität (keine Gefahr) nicht übereinstimmt, führt das zur Irritation im Kind.

Zweifel im Kind, wenn äußere und innere Realität nicht übereinstimmen.

Wenn die eigene Realität ins Gegenteil verkehrt wird, führt das zu schweren Zweifeln am eigenen Wissen, an der eigenen Wahrheit und tiefem Wissen, gesund zu sein, führen. Und es erzeugt Schuldgefühle im Kind, sollte jemand aus dem Umkreis des Kindes krank werden oder gar sterben. Weil es vielleicht mal für einen Moment den Mundschutz abgenommen hatte. Oder weil es an der Wirksamkeit des Mundschutzes zweifelt. Was ist, wenn der Mundschutz nicht hilft? Werde ich dann krank? Oder Oma? Oder du, Mama?

  • Es wird je nach Alter des Kindes bewusst oder unbewusst überall eine Gefahr vermutet.
  • Auch für die ganz Kleinen, die noch nicht zum Mundschutz verpflichtet sind, muss das merkwürdig anmuten, alle Erwachsenen im Laden mit Mundschutz laufen zu sehen.
  • Das Kind fühlt sich unwohl aufgrund der geäußerten Gefahr – allein schon deshalb, wenn es Leute mit Mundschutz sieht. Überall im Außen schwebt jetzt eine unsichtbare Gefahr, die für das Kind nicht greifbar, nicht verstehbar ist, auch an Orten, wo kein Mundschutz vorgeschrieben ist. Kleine Kinder können das nicht differenzieren, dass nur in der Kaufhalle oder im Bus eine Gefahr sein soll und woanders nicht. Die Gefahr wird vom Kind auch auf andere Orte übertragen.

Kindliche Schlussfolgerungen werden zu Glaubenssätzen

Das Kind kommt mit seiner Kinderlogik zu folgenden Schlüssen:

    • Wenn ich gesund wäre, mit mir alles stimmen würde, bräuchte ich keinen Mundschutz. Ergo: mit mir stimmt was nicht, mit mir ist etwas nicht in Ordnung. Ich bin krank! Das ist die Kinderlogik eines kleinen Kindes, das noch nicht feiner differenzieren kann.
    • Ich bin eine Gefahr für andere, ich könnte das Virus haben und anderen schaden – deshalb der Mundschutz.
    • Im Kind entsteht das permanente Gefühl, als lauere überall eine Gefahr und als würde es etwas schlimmes tun, wenn es den Mundschutz abnimmt – es könnte ja krank werden und sogar sterben. Oder jemand anders. Beides löst Angst aus im Kind.

Urvertrauen eines KindesDas führt zu tiefsitzenden Glaubenssätzen:

  • Mit mir stimmt etwas nicht.
  • Ich bin eine Gefahr für die Welt, für meine Eltern, Großeltern und Geschwister, für meine Freunde und für andere Menschen.
  • Die Welt ist eine Gefahr für mich, sodass ich mich schützen muss.

Das erzeugt enorme Angst in unseren Kindern. Das ist wie eine Keule für das Urvertrauen, mit dem das Kind geboren ist.

Wie viel Freude macht ein Treffen, wenn die potenzielle und vermutete latente Gefahr immer mitschwingt? Wie wirkt sich das auf die Neugier, Spontanität und Lebensfreude des Kindes aus? Die Kinder spielen zwar, aber im Hintergrund läuft die emotionale Belastung immer mit und wirkt sich blockierend auf das freie Spiel des Kindes aus.

Krankenkassen Kosten werden steigen

Das Kind blendet diese Angst sofort aus, da es damit überfordert ist. Dennoch wirkt die Angst im Unterbewusstsein fort und hat Auswirkungen auf die weitere Entwicklung des Kindes, auf den Schlaf, auf das Immunsystem und auf das Verhalten des Kindes. Statt Vertrauen, wächst Misstrauen. Statt Herzoffenheit und Liebe begleitet das Kind die ständige Gefahr. Wie im Krieg. Obwohl wir gar keinen Krieg haben. Das führt zu innerer Geschlossenheit und Enge und das wiederum zu Krankheiten, da durch die Angst der innere freie Energiefluss blockiert ist. Auf diese Weise sorgen wir heute dafür, dass die Krankenkassen Kosten in den nächsten Jahren noch weiter steigen. Wir machen uns als Gesellschaft selbst krank, obwohl die Absicht eine gute ist – denn der Mundschutz sollte ja eigentlich zum Schutz der Gesundheit dienen.

Ich verurteile die Maskenpflicht nicht, sondern ich möchte zum Nachdenken anregen. Ich möchte, dass wir Erwachsenen uns in die Kinder hineinversetzen und fühlen, wie sie sich fühlen und was unser Verhalten in der Seele des Kindes auslöst. Und das wir uns immer wieder, täglich aufs neue die Frage stellen, ob und inwieweit der Mundschutz bei Kindern wirklich angemessen, weil LEBENSnotwendig ist.

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