Neuraltherapie

Neuraltherapie


Neuraltherapie gehört in den Bereich der Reflexmedizin. Durch Injektion eines entzündungshemmenden, gefäßerweiternden und durchblutungsfördernden Lokalanästhetikums in oder neben krankes und verändertes Gewebe kann der Schmerzzyklus „Schmerz–Verspannung–Minderdurchblutung–Schmerz“ wirkungsvoll unterbrochen werden; das Gewebe und der Patient können sich erholen, ein Aufschaukeln des Geschehens wird unterbunden. Heute wird für diese Therapie überwiegend Procain 0,5 % verwendet.

Störfelder behandeln

Sehr gut geeignet ist die Neuraltherapie zum Diagnostizieren und Ausschalten von Störfeldern. So beobachtete der deutsche Arzt Ferdinand Huneke 1940 bei einem Patienten, dass durch die Injektion eines Lokalanästhetikums in einen Entzündungsherd am Unterschenkel der entfernt gelegene, seit Jahren andauernde Schulterschmerz schlagartig verschwand. Diese Reaktion ist heute als “Sekundenphänomen” oder “Hunekephänomen” bekannt.

Störfelder sind Herde ständiger Dauerreize, die den Körper stark belasten können. Werden diese Belastungen vom Körper nicht (mehr) kompensiert, kommt es zur Störung des Gleichgewichtes und infolge dessen zu Beschwerden. Durch unterspritzen der Störfelder werden diese stark durchblutet, was eine Änderung des Störfeldgeschehens mit sich bringt. Das Störfeld ist nach der Behandlung fast immer weniger empfindlich, Narben werden wieder weicher und sind weniger auffällig. Bevorzugte Störfelder sind Narben, Mandeln, Zähne und der Unterleib.

Vorteile

Wegen der hohen Wirksamkeit der neuraltherapeutischen Behandlung kann auf den sonst üblichen Einsatz zahlreicher Pharmaka verzichtet werden. Durch die neuraltherapeutische Entzündungsbehandlung kann auch der Einsatz von Antibiotika stark gesenkt werden.

Die neuraltherapeutischen Behandlungen sind nebenwirkungsarm (lokale Anästhesie für einige Minuten), sehr effektiv und werden vom Patienten meist sehr gut toleriert. Mit der Neuraltherapie können oft noch dort Heilerfolge erzielt werden, wo andere Heilmethoden unbefriedigende Ergebnisse zeigen.

Anwendung

Neuraltherapie findet Anwendung bei der Behandlung von:
* gestörten Funktionen
* Schmerzzuständen
* Entzündungsprozessen
* Störfeldern
* schlecht heilenden Wunden
* Symptomen, bei denen keine Ursachen aus schulmedizinischer Sicht gefunden wurden
* beginnende Erkältungen (Immunsystem wird angeregt)

Kontraindikationen

Schwangerschaft stellt keine Kontraindikation dar. Oft ist die Neuraltherapie sogar das Mittel der Wahl, da jedes chemische Arzneimittel in der Schwangerschaft zu viel sein kann.

Absolute Kontraindikationen sind sehr selten. Dazu gehören die Hämophilieformen (Bluter). Alle anderen Kontraindikationen sind relativ.

Keinen Erfolg kann man erwarten bei Geisteskrankheiten, Neurosen, Mangelzuständen, Erbleiden, morphologisch-narbigen Endzuständen bestimmter Leiden (z. B. Morbus Parkinson, Schrumpfniere, Leberzirrhose, multiple Sklerose) und vorhergehenden ionisierenden Bestrahlungen (sie führen zu einer relativen immunologischen Regulationsblockade).

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