Das Innere Kind heilen

Das Kind in uns fühlen, lieben, schützen …


Emotionale Reaktionen auf die eigene Vergangenheit ändern

Warum könnte es wichtig sein, das innere Kind zu heilen? Kinder sind von ihren Eltern abhängig und haben ganz konkrete Bedürfnisse: sich zugehörig, geliebt, gehört und verstanden fühlen, das Bedürfnis nach Anerkennung, Geborgenheit, Schutz und Nähe. Werden die kindlichen Bedürfnisse von den Eltern nicht oder nur ungenügend gesehen und befriedigt, dann streben diese auch dann noch nach Erfüllung und Befriedigung, wenn wir längst erwachsen sind. Wir tragen dann als Erwachsene ein verletztes Kind in uns, das sich zu kurz gekommen, ungesehen, ungeliebt oder alleingelassen fühlt und das ständig versucht, seine unbefriedigten Bedürfnisse doch noch erfüllt zu bekommen: von anderen Menschen wie PartnerInnen, Kindern, Freunden oder Arbeitskollegen. Aber auch Tiere, Arbeit, Schokolade, Alkohol und Drogen, materielle Dinge oder Ablenkungen verschiedenster Art (z. B. Fernsehen, Computer- und Handyspiele) füllen oft als Ersatz die innere Leere aus. Mit anderen Worten: Wir sind dann Erwachsene, die zwar körperlich groß, innerlich jedoch noch immer klein und abhängig sind, obwohl wir längst von zu Hause ausgezogen sind.

Arbeitsmodell zum Inneren Kind

Eingeschnappt, bockig und sauer sein ist kein erwachsenes Verhalten

Die unerfüllten Bedürfnisse und „alten Lasten“ aus der Kindheit können unser Leben als Erwachsener schwer machen und zu inneren Spannungen führen, die häufig in Beziehungskonflikten und Krankheitsproblemen oder anderen Eigensabotageakten enden. So geraten manche Erwachsene z. B. immer wieder – ohne dass sie es bewusst dauerhaft ändern können – in angstauslösende Situationen oder sie reagieren wie ein kleines Kind eingeschnappt, bockig und sauer, wenn etwas nicht nach ihrem Willen geschieht. Und natürlich: Schuld haben immer die anderen! Solche Reaktionen speisen sich aus dem inneren Mangel und machen dauerhafte tiefe, liebevolle und ebenbürtige Beziehungen nahezu unmöglich. Da der innere Stress und die innere Leere oftmals zwar gespürt, jedoch – da in der Regel unbewusst – nicht verstanden und zugeordnet werden kann, werden bockig-trotzige Verhaltensweisen, eine sich verteidigende und rechtfertigende Kommunikation und Gefühle wie Schuld, Scham, Versagens- und Verlassenheitsängste häufig für „normal“ gehalten. „Ich bin eben so!“, wird dann oft gesagt.

Das verletzte Innere Kind kann einen Erwachsenen z. B. auch darin blockieren, Geld zu verdienen, Kinder zu bekommen, Entscheidungen zu treffen (z. B. die Arbeit zu wechseln, weil der derzeitige Job wenig erfüllend/zu stressig ist oder Arbeit und Verdienst in keinem gesunden Verhältnis zueinander stehen) oder es lässt Erwachsene mit zunehmendem Alter Mutter oder Vater in ihren Verhaltensmustern immer ähnlicher werden – ein Albtraum für viele Menschen! Oder es zieht unbewusst Situationen und Menschen an, die im Grunde vom Erwachsenen nicht mehr gewünscht werden, z. B. wenn sich herausstellt, dass der neue Partner in seinen Verhaltensmustern sehr ähnlich dem ist, von dem wir uns gerade schmerzlich getrennt haben.

Was kann zur Lösung beitragen?

Das innere Kind heilen und Erwachsen-Werden. Das hört sich einfach an, kann jedoch auch ein längerer Prozess sein, der den Wunsch nach innerer Veränderung als auch im eigenen Leben und die Offenheit voraussetzt, sich tiefer auf sich selbst – auf die persönlichen (Körperempfindungen, Gedanken, Gefühle) und transpersonalen Anteile der Seele – einlassen zu wollen.

Dieser innere Vorgang ist verbunden damit, sich als Erwachsener der Gefühle und Befindlichkeiten des Inneren Kindes bewusst zu werden und die Verantwortung für das eigene Handeln und Nicht-Handeln zu übernehmen, indem z. B. Verhaltensweisen, die am anderen als störend (nervig!) empfunden werden, als der eigene Schatten erkannt und sich diesem gestellt wird, sodass er letztendlich integriert, also aufgelöst werden kann. Damit einher geht ein Lern-, Loslass-, Bewusstwerdungs- und Erwachens-Prozess, innerhalb dessen alte und verdrängte Gefühle aus der Vergangenheit ans Licht geholt, bewusst gemacht, transformiert und geheilt werden, sodass diese nicht mehr länger das Leben des Erwachsenen blockieren. Das ist vergleichbar mit einem Menschen, der sich auf den Weg macht, „in die eigene Spur“ zu kommen und den authentischen Lebensplan zu leben. Es ist, wie schon erwähnt, ein Weg der Bewusstwerdung und des Erwachens, der nicht „gemacht“, sondern nur gegangen werden kann … und bekannterweise ist der Weg schon das Ziel. Meine Erfahrungen mögen dabei als Orientierung dienen, vergleichbar mit einem Wegweiser am Wegesrand.

Das innere Kind heilen – Arbeitsgrundlage und Therapiebeschreibung

Neben meinem Wissen, meiner Intuition und meinen eigenen tiefen Erfahrungen nach über 20 Jahren Arbeit an mir selbst als auch mit Klienten ist das psychodynamische Modell „Das intelligente Herz“ eine wesentliche Grundlage meiner Arbeit, das ich auch anhand meines eigenen Prozesses in meinem Buch „Grenzerfahrung Dunkelretreat“ beschrieben habe; das Buch kann auch als Wegweiser genutzt und als Ratgeber für weiterführende Prozesse dienen. Weitere Informationen können Sie dem Kurzvideo auf YouTube entnehmen.

Auf Ihren Wunsch hin begleite ich Sie auf Ihrem Weg nach innen und zu sich selbst – und der führt Sie zunächst einmal zu Ihrem Inneren Kind und den Personen, die Sie in der Kindheit geprägt haben.

Erziehungsmethoden mit schweren Folgen: Liebesentzug und Machtausübung lösen Existenzangst beim Kind aus

Wie eingangs erwähnt, braucht ein kleines Kind für sein Wohlbefinden und seine gesunde Entwicklung die Erfüllung seiner Grundbedürfnisse durch die Eltern (oder andere Bezugspersonen, falls die leiblichen Eltern aus welchen Gründen auch immer diese Aufgabe nicht wahrnehmen können).

Wenn nun Bezugspersonen in eigentlich guter Absicht ihr Kind „erziehen“ wollen, dies jedoch über ihre Körperhaltung, den Klang der Stimme und den Augen- und Gesichtsausdruck auf dominante und machtausübende Weise [über Erpressung („Wenn Du aufgeräumt hast, dann darfst/bekommst Du …“) und Liebesentzug durch ignorieren bis hin zu körperlichen Strafen] dem Kind gegenüber im Sinne von „Tu, was ich Dir sage und widersprich mir nicht!“ vermitteln, dann kann sich ein kleines Kind in solchen Momenten weder geliebt, noch mit den Eltern verbunden, noch von ihnen verstanden oder sich ihnen zugehörig fühlen. Einen logischen Verstand, der dem Kind in diesem Augenblick sagt, dass Mutter oder Vater (oder wer immer es gerade ist) gerade einfach nur überfordert sind und es, obwohl sie schimpfen, dennoch lieb haben, hat ein kleines Kind noch nicht. Die beispielhaft beschriebene Erziehungssituation löst beim Kind ein Gefühl der Trennung von den Eltern aus, das wiederum – aufgrund der Abhängigkeit von ihnen – existentielle Angst auslöst.

Um der Harmonie willen folgt ein Kind fremden Impulsen statt den eignen

Das Gefühl der Trennung, das Sich-nicht-geliebt-Fühlen und die daraus resultierende Existenzangst sind emotional für das Kind so furchtbar, dass es sich innerlich zurückzieht und anpasst in dem Sinne, dass es (letztendlich) macht, was die Eltern sagen, um ihr Wohlwollen, die Harmonie und das Lächeln der Eltern zurückzubekommen und sich dadurch wieder besser fühlen zu können. Um den Forderungen der Eltern nachkommen zu können, unterdrückt das Kind die eigenen authentischen Wünsche und Impulse (bildlich gesprochen schiebt es diese in den Keller) und verhält sich so, wie es seinem Gefühl nach glaubt, dass die Eltern es haben wollen. Um dieser Harmonie willen folgt es den fremden Impulsen, statt den eigenen. Dieses Hamsterrad dreht sich während der Kindheit viele Male. Da die Entstehung des Anpassungsmusters bereits in frühesten Kindheitstagen erfolgt, ist dieses so unbewusst, dass es dem späteren Erwachsenen – je nach dessen Bewusstseinsgrad – nicht oder nur schwer auffällt. Dieser Überlebensm­e­cha­nis­mus hat in der Kindheit einen großen Wert, weil dadurch die schmerzhaften Gefühle (Trennung, Sich-nicht-geliebt-Fühlen, Existenzangst) nicht mehr gefühlt werden. Wenn wir diese kindliche Anpassung als Erwachsene jedoch weiterhin fortführen, obwohl wir es nicht mehr bräuchten, dann führt das innerlich zu immer größeren Spannungen, da die authentischen Impulse und Wünsche nicht gelebt, sondern weiterhin verdrängt werden. Die Spannungen in unserem Inneren wiederum verursachen Wellen, die uns in der Außenwelt in Form von Problemen, Konflikten und Krankheiten entgegentreten. Wie Innen, so Außen …

Seelische Verletzungen sind im Unterbewusstsein tief „eingekellert“

Die seelischen Verletzungen (= schmerzhafte Gefühle) sind in unserem Unterbewusstsein abgespeichert, als würden sie in einem dunklen, tiefen Keller konserviert und „für alle Ewigkeit“ aufbewahrt werden. Die Tür zum Keller hat das Kind vorsorglich hermetisch abgeriegelt, um nie wieder mit diesen Gefühlen konfrontiert zu werden. Je nach Intensität der kindlichen Erfahrungen kann es daher manchmal auch einige Zeit (unter Umständen Jahre) an Geduld seitens des Erwachsenen brauchen, um mit seinem Inneren Kind in Kontakt zu treten und eine stabile, von bedingungsloser Liebe getragene Beziehung aufzubauen, innerhalb derer kindliche Fehlzuordnungen richtiggestellt, seelische Wunden heilen, innere Entwicklungs­schritte nachgeholt und dem Inneren Kind eine neue Perspektive gegeben werden kann, sodass es eines Tages hinter seinen alten Schutzmauern wieder hervorlugt … und mit dem Erwachsenen Hand in Hand das eigene Leben lebt, die eigene Spur geht. Das Innere Kind ist immer zutiefst berührt und erstaunt, wenn es sich von Ihnen gesehen, gehört, geliebt, beschützt und verstanden fühlt und für den Erwachsenen ist es ein ganz besonderer Moment, mit großen, dankbaren Augen angeschaut zu werden …

Eine lebendig-gefühlte Kommunikation kann das innere Kind heilen sowie Krankheiten und Schmerzen auflösen

In der gefühlten und direkten Kommunikation zwischen dem Erwachsenen-Ich und dem Inneren Kind (ja, Sie können tatsächlich mit ihrem Inneren Kind reden und Antworten erhalten!) werden abgespeicherte blockierende Glaubenssätze, Verhaltensweisen und schmerzhafte Gefühle aus längst vergangenen Situationen bewusst und sind dadurch, dass sie durch die Augen und mit dem Wissen und Verstand eines Erwachsenen angeschaut werden, veränderbar. Kindliche Angst transformiert sich z. B. in mehr innere Sicherheit und Vertrauen, was wiederum zu mehr Entspannung, Ruhe und Gelassenheit führt, die für den Erwachsenen aufgrund der eintretenden Erleichterung beim Inneren Kind unmittelbar körperlich spürbar ist, indem sich z. B. die zuvor ängstlich hochgezogenen und stark angespannten Schultern wieder in eine natürlichere Stellung senken und der Kloß im Hals und Knoten im Bauch verschwinden. Die Folge daraus wiederum ist, dass die Schulter-, Nacken- und Bauchschmerzen nachlassen können.

Der Zusammenhang zwischen Gedanken, Gefühlen und Körper­reak­tionen – oder anders ausgedrückt: zwischen Körper, Geist und Seele – ist vielen Erwachsenen oft so unklar, dass ihnen die Ursachen ihrer körperlichen Missempfindungen u./o. psychischen Probleme vollkommen unbewusst sind. Daraus resultiert, dass sie nicht bewusst Einfluss auf die Problematik und damit auf Ihr Leben nehmen und dieses daher auch nicht wirklich nachhaltig ändern können.

Was kann von der Arbeit mit dem Inneren Kind erwartet werden?

Natürlich das innere Kind heilen. Das geht einher mit einem inneren Erwachsen-Werden, verbunden mit der Fähigkeit,

  • sich der eigenen Grenzen bewusster zu sein,
  • angemessene Grenzen setzen zu können,
  • mit Alltagsproblemen gelassener umgehen und diese lösen zu können,
  • einen verantwortungsbewussten und liebevollen Umgang mit sich selbst und anderen Menschen pflegen zu können (transparente und gewaltfreie Kommunikation),
  • ebenbürtigere Beziehungen zu führen, in denen Geben und Nehmen auf erwachsener Basis erfolgt,
  • eine stabile Verbindung zwischen Erwachsenem-Ich und Innerem Kind zu haben,
  • eine ausgeglichenere und positivere Gefühlslage im Alltag aufrechthalten zu können,
  • alte und blockierende Verhaltensmuster erkennen und transformieren zu können,
  • eigene seelische Verletzungen/emotionale Wunden erkennen und heilen zu können,
  • Verbesserung psychosomatischer Beschwerden, Beziehungsdynamiken und Krankheiten … und vieles mehr.

Seminar „Das Innere Kind heilen“

Das Seminar „Das innere Kind heilen“ ermöglicht es, sich dem Kind in uns im Prozess der Selbsterfahrung anzunähern, eine Beziehung zu ihm aufzubauen oder zu verbessern und eine fürsorgliche und liebevolle Haltung ihm gegenüber einzunehmen. Gelingt das, führt dies auf der Seelenebene zu tiefgreifender Heilung, sodass die seelischen Wunden des Babys, Kleinkindes oder Jugendlichen im warmherzigen Kontakt zum eigenen reifen Erwachsenen heilen können.

Die Arbeit mit dem Inneren Kind ist ein sehr berührender Prozess, der in seiner Tiefe entsprechende Zeit braucht. Daher halte ich die Gruppengröße bewusst klein, sodass bei einer Teilnehmerzahl von maximal 8 Menschen schnell eine vertraute Atmosphäre entsteht, innerhalb derer Sie alle Ihre Themen einbringen und anschauen können. Alle auftretenden Gefühle haben in der Gruppe ihren Platz und ich begleite Sie mit meiner Kompetenz durch diese hindurch.

Musik, tanzen, lachen, singen, meditieren … was immer gebraucht wird und gerade dran ist, findet intuitiv statt, um alte Knoten zu lösen und Wunden des inneren Kindes zu heilen.

Nachbereitung der Seminare

Um die im Seminar „Das innere Kind heilen“ gemachten Erfahrungen zu vertiefen und die authentischen Potentiale mehr und mehr freizulegen, ist es sinnvoll, eine gewisse Zeit an den Themen dranzubleiben, bis sich die innere Gewissheit einstellt, die inneren „Baustellen“ wirklich aufgeräumt zu haben. Sie können an weiteren Seminaren und Familienaufstellungen teilnehmen oder Einzelsitzungen nehmen, die auch an mehreren Tagen hintereinander gebucht werden können, um innere Wandlungsprozesse zu vertiefen. Möglich ist auch eine Nachbereitung per Telefon oder Skype. Die Geschwindigkeit Ihres inneren Wandlungsprozesses bestimmen Sie selbst, je nachdem, wie Sie die Prioritäten in Ihrem Leben setzen.

Aufstellungen „Das innere Kind heilen“

Sie können sich die innere Dynamik der Beziehung zwischen Ihrem Erwachsenen-Ich und dem Inneren Kind auch in einer Aufstellung anschauen und ggf. daran arbeiten, die Nähe zu vertiefen und die Kommunikation zu ihrem Inneren Kind zu verbessern. Diese Arbeit bringt mehr Verständnis für seelische Prozesse und oftmals sofortige Änderung und Erleichterung im Hinblick auf unangemessene Reaktionen in immer wiederkehrenden Alltagssituationen.

Im Menüpunkt „Beratung-Coaching-Lebensschule“ finden Sie einen Überblick über weitere Themen, in denen ich behandelnd und beratend zur Verfügung stehe.

Aktuelle Seminartermine

Einzel-Termine: Bitte treten Sie mit mir in Kontakt.

Kosten

Das wahre Glück liegt tief in Ihrem Inneren …

Anstehende Veranstaltungen

Do 23

Jahresgruppe 2017 Meditation und Heilung

3. Februar - 8. Dezember
Mrz 07

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7. März - 18. April

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