Biographie
Ausbildung Eigene Veröffentlichungen
Ich wurde im Jahr des Mauerbaus in der ehemaligen DDR geboren und wuchs innerhalb der Mauern in einer Welt von Materialismus, Gehorsam, Gottlosigkeit und einem Zeitgeist von „Machen-was-gesagt-Wird“ auf. Mein Weg war immer vorgeplant und ich wanderte auf den vorgegebenen Etappen zielstrebig von einer zur nächsten: Schulabschluss, Lehre, Abitur, Studium, Heirat, Kinder, Beruf. Bis zum Mauerfall arbeitete ich als Tierärztin und die Welt lief für mich in „geordneten“ Bahnen. Ich hatte diese Welt nie in Frage gestellt und lebte glücklich in einer Paarbeziehung, innerhalb derer vier wundervolle Kinder geboren und aufgewachsen sind.
Der Mauerfall leitete meine persönliche und berufliche Wende ein – ich begann mich durch die Neurodermitis unserer Tochter, von der sie seit dem 6. Lebensmonat betroffen war und deren schulmedizinische Behandlung mit Salben immer nur die vorübergehende Symptomlinderung bewirkte - intensiv mit Hypnose zu beschäftigen. Erstaunt stellte ich fest, dass die Hypnose, die ich bei unserer inzwischen sechsjährigen Tochter anwandte, zunächst zu einer enormen Verbesserung und später zum völligen Abheilen ihres Hautzustandes führte. Da mich das als eingefleischte Materialistin und Schulmedizinerin stutzig machte, vertiefte ich meine Studien und wandte immer mehr den Blick nach innen um herauszufinden, „was denn da heilt“.
Durch die Geburt unserer Zwillinge sechs Tage nach dem Mauerfall im November 1989 hatte ich zwei Jahre „Babypause“. In diesen beiden Jahren lief im Zuge der deutschen Wiedervereinigung die Privatisierung und Niederlassung der Tierärzte ab, die ich durch die Auszeit „verpasste“. Nach der Babyzeit machte es für mich keinen Sinn, mich als Tierärztin in einem Gebiet niederzulassen, in dem die LPG´n bereits größtenteils verschwunden waren und wo ein harter Konkurrenzkampf um die noch verbliebenen "Tier-produktionsbetriebe" (welch ein Wort!) und privaten Tierbesitzer unter den plötzlich im Überfluss vorhandenen Tierärzten herrschte. Ich wurde ins Veterinäramt übernommen – eine Arbeit, die mich innerlich nicht befriedigte. So suchte ich bald nach einer Alternative und fand sie aufgrund der bereits gemachten Heilerfahrungen mittels Hypnose im Heilpraktikerberuf. Im Herbst 1992 legte ich die Heilpraktiker-Prüfung ab und begann bei der DGfAN eine Ausbildung in Akupunktur und Neuraltherapie, nach deren Abschluss ich mich 1994 als Heilpraktikerin in eigener Praxis niederließ. Meine 3 Standbeine waren in den ersten 8 Jahren nach der Praxisgründung die Anwendung von Akupunktur, Neuraltherapie und Hypnose. Die gutlaufende Praxis erlebte nach einer Fernsehsendung 1998, in der ich über Hypnose berichtete, eine regelrechte Flut an neuen Patienten, sodass ich an die Grenzen meiner kräftemäßigen Ressourcen kam. Ich hielt trotzdem "tapfer durch“ und arbeitete rund um die Uhr parallel daran, die vier Kinder zu betreuen, Haus und Garten zu pflegen, Ehefrau zu sein und die Praxis zu führen – nicht merkend, dass ich selbst dabei völlig auf der Strecke blieb.
In dieser Zeit begann sich in mir ein Hunger „nach der Welt“ und allem Neuen bemerkbar zu machen. Ich fing an, Seminare zu besuchen und lernte im Jahr 2000 Gabriele Fröhlich kennen, die mich bis heute auf verschiedenen Ebenen begleitet: therapeutisch, spirituell, freundschaftlich. Mit dieser Begegnung begann ein neuer Abschnitt in meinem Leben - der Weg zu mir selbst, dem ich, gleich einem lauten inneren Ruf, folgte.
Das Thema „Mauer“, das mich seit meiner Geburt begleitet, scheint ein Hauptthema in meinem Leben zu sein – vielleicht investiere ich deshalb so viel Energie in das Anliegen, Mauern in mir fallen zu lassen und meine inneren Grenzen zu erweitern. All mein Tun ist ausgerichtet auf die Werte des Lebens, auf inneren Reichtum und Souveränität, auf Mitmenschlichkeit und bedingungslose Liebe. In mir ist ein tiefes Bedürfnis nach Freiheit und Erwachen, das mich Dinge tun lässt, die nicht unbedingt jeder tut. In vielen Jahren erkundete ich über Meditation, Tai Chi, Selbsterfahrungsworkshops, Reisen, therapeutische Sitzungen und zwei längere Aufenthalte in absoluter Dunkelheit das innere Universum meiner Seele und gelangte so zu einem tiefen Erfahrungswissen-Schatz. Das Erkunden der psychischen Landschaft war und ist ein Lernprozess, der mit inneren Loslass-, Wachstumsprozessen und Bewusstseinserweiterung einhergeht. Der Läuterungsprozess gestaltete sich für mich ziemlich schmerzvoll – ich stand vor der schwierigen Aufgabe, alte Sicherheiten aufzugeben und mich dem Unbekannten anzuvertrauen. Parallel dazu erhielt ich Einblicke in das feinstoffliche Universum und jenseits dessen, in die Funktionsweise der menschlichen Psyche und das Wechselspiel zwischen Körper, Geist und Seele. Dadurch eröffneten sich mir als Heilpraktikerin neue Möglichkeiten der Heilung, indem ich heute vieles klarer und in einem größeren Zusammenhang sehen kann.
Während meiner Aufenthalte in völliger Dunkelheit (2003 und 2005) habe ich verschiedene Tiefen des menschlichen Seins kosten dürfen. In der Zeit danach zeigte sich in vielen Begegnungen, dass einerseits bereits allein die Vorstellung, mehrere Tage oder gar Wochen in völliger Dunkelheit zu verbringen, tiefste Ängste bei meinen Zuhörern auslöste, sie andererseits jedoch ein sehr waches und reges Interesse daran hatten, mehr darüber zu erfahren. Da ich mir gut vorstellen kann, dass meine Erfahrungen und mein Wissen den einen oder anderen inspirieren könnte, habe ich ein Buch über meine Erfahrungen in der Dunkeltherapie verfasst, das im Januar 2012 im Wagner-Verlag erschienen ist. Weitere Informationen finden Sie im Kurzvideo auf YouTube http://youtu.be/MCx9tINmqcc und unter Veröffentlichungen.
Meine Erfahrungen im psychisch-spirituellen Bereich haben meiner Arbeit wiederum eine neue Ausrichtung gegeben. Ich gehe das Thema Heilung seit einigen Jahren daher vorzugsweise von der mental-emotional-spirituellen Zugangsebene aus an - ein Weg, der meines Erachtens im 21. Jahrhundert aufgrund des einsetzenden Bewusstseinswandels eine immer größere Rolle spielen dürfte. Mein Fokus liegt auf dem Familienstellen, der therapeutischen Hypnose und in der Arbeit mit dem inneren Kind. Grundlage meiner Arbeit ist das psychodynamische Modell „Das intelligente Herz“, mein umfangreicher Wissensschatz aus vielen Seminaren, Schulungen, Selbsterfahrungen und meine Intuition, von der ich mich von Augenblick zu Augenblick leiten lasse. Die Heilverfahren auf der körperlichen Ebene (Akupunktur, Neuraltherapie, Heilfasten u.a.) wende ich je nach Sinn und Notwendigkeit begleitend zum körperlich-seelisch-geistigen Heilungsprozess an, immer darauf ausgerichtet, dass alle drei Ebenen - Körper, Geist und Seele - miteinander in Einklang kommen und eine Sprache sprechen, sodass es zu einer tiefgreifenden Heilung auf allen Ebenen kommen kann.

